Funktion: Schulbau
Ort: Wien, W
Art des Bauvorhabens: Neubau
Status: Wettbewerb

Die Fußgängerzone Franklinstraße stellt ein attraktives und sicheres Vorfeld für viele Schul- und Bildungseinrichtungen sowie öffentlich-städtische Funktionen dar. Es wird daher vorgeschlagen, die Fußgängerzone Franklinstraße zumindest bis zum Kreuzungspunkt mit der Hinaysgasse zu verlängern und so die Bildungseinrichtung Hinaysgasse 1 in das übergeordnete Straßen- und Freiraumkonzept einzuflechten. Der Neubau der Bildungseinrichtung Hinaysgasse erfolgt 4-geschossig mit aufgesetztem Dachgeschoss. Der Baukörper wird L-förmig entlang von Hinaysgasse sowie Franklinstraße angeordnet und fügt sich logisch in die bestehende verkehrsfreie Bildungsmeile ein.

Funktion: Schulbau
Ort: Wien, W
Art des Bauvorhabens: Neubau
Status: Wettbewerb 

Wettbewerb: 09 -10|2021

 

NRF gesamt: 10.445 m²
BGF gesamt: 16.384 m²

 

Auftraggeber:

WIP Wiener Infrastruktur Projekt GmbH.

Generalplanung/Architektur:

PLOV Architekten ZT GmbH.

Projektleitung PLOV:

PLOV Architekten ZT GmbH. Christoph Leitner und Marion Grube

Mitarbeit:

Karina Baraniak, Ondrej Kövér, Adrienn Holnthoner

 

Die Fußgängerzone Franklinstraße stellt ein attraktives und sicheres Vorfeld für viele Schul- und Bildungseinrichtungen sowie öffentlich-städtische Funktionen dar. Es wird daher vorgeschlagen, die Fußgängerzone Franklinstraße zumindest bis zum Kreuzungspunkt mit der Hinaysgasse zu verlängern und so die Bildungseinrichtung Hinaysgasse 1 in das übergeordnete Straßen- und Freiraumkonzept einzuflechten. Der Neubau der Bildungseinrichtung Hinaysgasse erfolgt 4-geschossig mit aufgesetztem Dachgeschoss. Der Baukörper wird L-förmig entlang von Hinaysgasse sowie Franklinstraße angeordnet und fügt sich logisch in die bestehende verkehrsfreie Bildungsmeile ein.

Der Zugang zur Bildungseinrichtung erfolgt im Süden über die Fußgängerzone. Das Vorfeld des Gebäudes bildet ein offenes, campusartiges Entree als Bildungsaufenthalt und als Treffpunkt für Schüler und Schülerinnen. Der externe Zugang zum Turnsaal und zur Musikschule erfolgt räumlich getrennt von den schulischen Funktionsbereichen über die Hinaysgasse. Die Bildungsbereiche 1a und 1b verfügen neben dem Zugang über den Haupteingang und die Aula über einen separaten Zugang vom Vorplatz. Das Jugendzentrum wird als eigenständige Einheit über die Kahlgasse bzw. über die Bentheimstraße im Nordwesten des Bauplatzes erschlossen. Die Anlieferung und Entsorgung der Bildungseinrichtung erfolgt im Norden über die Kahlgasse.

 

STÄDTEBAULICHE EINBINDUNG - prägnanter Baustein in der Bildungsmeile Franklinstrasse

Die Fußgängerzone Franklinstraße stellt ein attraktives und sicheres Vorfeld für viele Schul- und Bildungseinrichtungen sowie öffentlich-städtische Funktionen dar. Es wird daher vorgeschlagen, die Fußgängerzone Franklinstraße zumindest bis zum Kreuzungspunkt mit der Hinaysgasse zu verlängern und so die Bildungseinrichtung Hinaysgasse 1 in das übergeordnete Straßen- und Freiraumkonzept einzuflechten. Der Neubau der Bildungseinrichtung Hinaysgasse erfolgt 4-geschossig mit aufgesetztem Dachgeschoss. Der Baukörper wird L-förmig entlang von Hinaysgasse sowie Franklinstraße angeordnet und fügt sich logisch in die bestehende verkehrsfreie Bildungsmeile ein. Der Zugang zur Bildungseinrichtung erfolgt im Süden über die Fußgängerzone. Das Vorfeld des Gebäudes bildet ein offenes, campusartiges Entree als Bildungsaufenthalt und als Treffpunkt für Schüler und Schülerinnen. Der externe Zugang zum Turnsaal und zur Musikschule erfolgt räumlich getrennt von den schulischen Funktionsbereichen über die Hinaysgasse. Die Bildungsbereiche 1a und 1b verfügen neben dem Zugang über den Haupteingang und die Aula über einen separaten Zugang vom Vorplatz. Das Jugendzentrum wird als eigenständige Einheit über die Kahlgasse bzw. über die Bentheimstraße im Nordwesten des Bauplatzes erschlossen. Die Anlieferung und Entsorgung der Bildungseinrichtung erfolgt im Norden über die Kahlgasse.

 

BAUKÖRPERMODULIERUNG – der Trick mit dem Knick

Ausgehend von einer L-förmigen Grundfigur wurde der Baukörper so moduliert, dass möglichst große und zusammenhängende Freiflächen für den Schulbetrieb ermöglicht werden. Die L-förmige Grundform wurde dafür konkav aufgeknickt und zum Innenhofbereich terrassiert ausgebildet. Zur Sicherstellung guter Belichtung sowie von optimalen Freiraumqualitäten wird gegenüber den Grundstücken 142/1 und 142/2 ein möglichst großer Abstand gehalten. Das Jugendzentrum wird als identitätsstiftender und eigenständiger Baukörper im Nordwesten des Bauplatzes angeordnet. Im Bereich des Haupteingangs im Südosten an der Ecke Franklinstraße – Hinaysgasse rückt der Baukörper zurück und bildet damit einen Vorplatz als klares und übersichtliches Entree zur Bildungseinrichtung. Durch das Abrücken wird die Ansichtsfrontlänge des Baukörpers in Richtung der Franklinstraße gegliedert und trägt damit auch zu einer kindgerechteren Proportionierung des Gesamterscheinungsbildes bei. Entlang der Hinaysgasse wird die Ansichtsfront durch eine geknickte Ausbildung der Terrassen und Vordächer ebenfalls gegliedert und strukturiert.

 

FLIESSENDE BILDUNGSLANDSCHAFT - Raum für Veranstaltungen, Feiern und Schulalltag

Der Eingangsbereich wird als offenes, gemeinsames Entree für alle – Kindergarten, Schule sowie Musikschule - konzipiert. Die Funktionseinheiten Aula, Mehrzwecksaal und Speisebereich bilden eine flexibel nutzbare Raumzone im Erdgeschoss welche im direkten Verband mit dem Vorplatz steht und als Drehscheibe und lebendiges Herz der Schule fungiert. Die großzügige Atriumerschließung bildet eine geschoßüber-greifende Aula für Veranstaltungen, für Feiern und im Schulalltag. Die Verwaltungsräume der Bildungseinrichtung sind gut auffindbar als Verband im Erdgeschoss untergebracht und stehen im direkten Bezug zum Eingangsbereich und der Aula. Die Lage der Verwaltung im Gelenk des Gebäudes sowie direkt an einer Stiege mit Aufzug stellt kurze Wege in alle Biber sicher.

 

LERNEN IM BIBER - tausend und eine Möglichkeit im Schulalltag!

Die Unterrichtsräume sind in 7 Bibern organisiert. Die Haupterschließung der Biber erfolgt über die zentrale Treppe / Atriumerschließung kommend von der Aula. Lufträume verbinden das Schulhaus vertikal und schaffen Sichtbezüge zwischen den Geschossen. Die Biber sind jeweils zentral rund um die multifunktionalen Bereiche organisiert und bieten gute Übersicht für die Pädagoginnen und Pädagogen. Die multifunktionalen Bereiche stehen in direktem Bezug zu Freiflächen als grüne Klassenzimmer und ermöglichen es den Außenraum unkompliziert in den Unterrichtsalltag einzubinden. Nischen und offene Bereiche schaffen ein vielfältiges und differenziertes räumliches Angebot für den Schulbetrieb und ein optimales Zusammenspiel von Lernen und Freizeit. Um den unterschiedlichsten Lernsituationen gerecht zu werden, wird eine flexibel nutzbare Möblierung vorgeschlagen. Die Grundbausteine sind leichte und modulare Tische, Stühle, Sitzkissen sowie ‚Multifunktions-Boxen‘. Für die Unterrichtsräume und die multifunktionalen Bereiche werden flexible Tafelsysteme vorgeschlagen.

 

GRÜNES KLEID - begrünte Terrassen und Vordächer hüllen das Gebäude in ein vegetabiles Kleid

Weit ausladende, umlaufende Terrassen und Vordächer, die mit zahlreichen Begrünungselementen ausgestattet sind, prägen das Erscheinungsbild der neu errichteten Bildungseinrichtung. Die Terrassen und Vordächer sorgen für konstruktiven Witterungsschutz sowie Verschattung für die Bildungsbereiche und die vorgelagerten Freiflächen. Pflanzen umweben das ganze Gebäude mit einem vegetabilen grünen Kleid und sorgen für natürliche Verschattung im Sommer sowie Kühlung durch Verdunstung. Dadurch wird hohe Aufenthaltsqualität geschaffen und ein positiver Beitrag zum Raum- und Weltklima geleistet. Bestandsbäume / Baumerhalt / Ersatzpflanzungen Beim Vorplatz an der verlängerten Baumreihe der Fussgänger*innenzone Franklinstraße soll der bestehende Bergahorn in die Eingangssituation integriert werden und diesen Bereich akzentuieren und beschatten. Der große Götterbaum und weitere 4 benachbarte Bestandsbäume (Birken, Wacholder) am Grundstück werden in das Grundgerüst des KiGa-Grünraums aufgenommen und bilden mit dem Baumgarten der angrenzenden Geriatrie Floridsdorf ein zusammenhängendes Gehölzensemble. Entlang der Kahlgasse bleiben die Hainbuchen und der Feldahorn vor dem neuen Jugendzentrum erhalten. Die notwendigen Ersatzpflanzungen für entfallende Bäume wurden im gegenständichen Beitrag berücksichtigt und sind in erforderlicher Anzahl am Grundstück verteilt. Gelände-Topografie / Zonierung Mit dem Abbruch des alten nordwestlichen Kliniktraktes und dessen Kellergeschoss ergibt sich die Möglichkeit eine vertiefte Geländesituation zu schaffen und den Hartplatz an derselben Stelle knapp 2 Meter tiefer anzulegen. Die Lärmemissionen der Sportplatznutzung lassen sich solcherart leichter eindämmen und erleichtern überdies eine öffentliche Nutzung ohne große Beeinträchtigung für die Nachbarschaft. Diese Gelände-Topografie ermöglicht zudem eine einfache Zonierung und Differenzierung der verschiedenen Grün- und Freiraumnutzungen für KiGa und Schulbetrieb. Solcherart ist auch eine öffentliche Nutzung des Sportplatzes am Nachmittag möglich, ohne die Ganztagesbetreuung der Schule zu beeinträchtigen. Die interne und externe (öffentliche) Erreichbarkeit ist durch 2 Rampen gewährleistet. Das Gelände ist im Schulbereich neben den Rampen begrünt und abgeböscht und wird im Bereich des KiGa-Freibereichs Teil der Spiellandschaft. Die Abgrenzung und Absturzsicherung nach Nordwesten soll als attraktive Kletterwand ausgebildet werden. Im Norden ist der unmittelbare barrierefreie Zugang vom Jugendzentrum möglich. Eine angrenzende und bepflanzte Sitzstufenanlage erlaubt das Sitzen, Beobachten und den Aufenthalt im Schatten unter Bäumen.

Terrassenbegrünung / Dachbegrünung Die umlaufenden und weit ausladenden Terrassen sind überall mit großen Pflanztrögen ausgestattet und etagenweise mit unterschiedlichen Stauden und teilweise Kletterpflanzen bepflanzt. Neben der natürlichen Beschattung ist es ein weiteres Ziel, über die Art und Farbe der Bepflanzung eine „Adressbildung“ der verschiedenen Stockwerke zu generieren und den Kindern ein Anschauungsbeispiel für Grün am Bau zu bieten. Entsprechend der Sonnen- und Witterungsexponiertheit erfährt der Dachgarten eine Thematisierung in 3 verschiedene Himmelsrichtungen. In einen Zitrusgarten (Potterie-Terrasse), eine Schul-Imkerei mit entsprechender Pflanzfassung und einen allgemeinen Dachgarten mit Hoch- und Pflanzbeeten. Für Sonnenschutz sorgen einerseits ein Sonnensegel und eine Kiwi-Pergola. Der restliche Dachbereich mit PV-Anlagen wird extensiv begrünt und dient als Bienenfutterweide.

 

 

 

 

 

 

 

Lageplan

Erdgeschoss

2. Obergeschoss

1. Obergeschoss

3. Obergeschoss

Schnitt / Ansicht