Funktion: Wohnen
Ort: Wien, W
Art des Bauvorhabens: Neubau
Status: fertiggestellt | 1. Preis

Am Bauplatz D12 im Stadtentwicklungsgebiet “Neues Landgut” nahe dem Hauptbahnhof entstand gemeinsam im Team mit unseren Kolleg:innen von Dietrich Untertrifaller Architekten das Bewohnerfreundliche, Recyclingfähige, Inklusive und Offenherzige Wohnbauprojekt – B.R.I.O. Das innovative Konzept verdanken wir der großartigen Zusammenarbeit mit DTFLR, Simma Zimmermann Landschaftsarchitektur, der Agentur für Kultur und Urbanität art:phalanx, dem Team von RWT plus ZT GmbH und unserem Bauherrn dem ÖSW.

Funktion: Wohnen
Ort: Wien, W
Art des Bauvorhabens: Neubau
Status: fertiggestellt | 1. Preis

 

Wettbewerb: 04-07|2021
Fertigstellung: 01|2026

NNF gesamt: 15.890 m²
BGF oberirdisch: 22.500 m²
Baukosten: 51,4 Mio. EUR

Nutzung:
Geförderter Kindergarten
176 geförderte Wohnungen, 88 = 50% davon Smart
14 Lokale
5 Gemeinschaftsräume + 1 Wakü

Auftraggeber:in:
ÖSW – Österreichisches Siedlungswerk

Architektur:
PLOV Architekten ZT GmbH
in ARGE mit Dietrich Untertrifaller Architekten

Mitarbeit:
Richard Baltl, Karina Baraniak, Dalila Beglerovic, Alen Čeleketić, Ondrej Kövér, Jarod Leistner, Kerstin Loder, Kristina Voigt, Katharina Wagner

Konsulent:innen:
RWT plus [Tragwerksplanung]
RWT plus [HKLS]
RWT plus [Bauphysik & Ökologie]
B-LAB ZT GmbH [Brandschutzplanung]
art:phalanx [Besiedelungsmanagement]
Simma Zimmermann [Landschaftsarchitektur]

Foto:
EMILBLAU/Martin Geyer

Am Bauplatz D12 im Stadtentwicklungsgebiet “Neues Landgut” nahe dem Hauptbahnhof entstand gemeinsam im Team mit unseren Kolleg:innen von Dietrich Untertrifaller Architekten das Bewohnerfreundliche, Recyclingfähige, Inklusive und Offenherzige Wohnbauprojekt – B.R.I.O. Das innovative Konzept verdanken wir der großartigen Zusammenarbeit mit DTFLR, Simma Zimmermann Landschaftsarchitektur, der Agentur für Kultur und Urbanität art:phalanx, dem Team von RWT plus ZT GmbH und unserem Bauherrn dem ÖSW.

Die städtebauliche Konfiguration der Gebäude folgt dem zu Grunde liegenden Masterplan und modelliert das Volumen. Drei Bauteile formen eine zusammenhängende geschlossene Bebauung und damit einen geschlossenen Rücken zur Bahn, mit markantem Hochpunkt und prägnanter Fassade. Ein Bauteil ist als Solitär entlang zur Landgutgasse geplant und bildet eine urbane Front zum öffentlichen Gut. Das Projekt schafft eine bewusste Differenzierung des Gebäudevolumens durch die konstruktiv und formal unterschiedliche Ausbildung des Gebäudesockels und den darüber liegenden, im Modulraster angeordneten „leichten“ Wohngeschossen. Ein umlaufender Sockelvorsprung ermöglicht die üppige Begrünung der Gebäudefassaden.

Attraktive, öffentliche Funktionen schaffen eine belebte, städtische Zone und verklammern das Gebäude mit der Nachbarschaft und dem Quartier. Der 2-geschossige Kindergarten wird im Süden, direkt zum angrenzenden, großen Freiraum hin, angeordnet. Die öffentlichen Funktionen (Umweltberatung, Bewegungsraum) sind direkt zur Landgutgasse orientiert. Der Bildungsraum der Volkshilfe im Erdgeschoss schlägt eine transparente Brücke zwischen den nördlichen Nachbarschaften und dem Bauplatz und stellt den Bezug zum Quartier her. Im Erdgeschoss befinden sich trichterförmig aufgeweitete Durchgänge und verbinden den Freiraum entlang der Bahn mit dem Binnenraum und schaffen damit ein durchlässiges und offenes Quartier. Die Hochpunkte sind über eine „Rue Interieur“ beidseitig an die Stiegenhäuser zur gemeinsamen Dachterrasse angebunden.

B.R.I.O. – vielfältiges und wandelbares Wohnen im Wohnmodul
Dem Wohnmodul liegt ein übergeordnetes orthogonales Rastermaß von 3.20m zugrunde. Die konsequente Umsetzung dieses Rasters ermöglicht eine hohe Wirtschaftlichkeit in der Umsetzung und große Ersparnisse in Logistik und Materialeinsatz. Zugleich ermöglichen die Skelettbauweise und das Raster einen sehr hohen Freiheitsgrad in der Grundrissgestaltung, in der Typenvielfalt sowie in der langfristigen Flexibilität der Wohnungen und des Gebäudes insgesamt.

Hohes Augenmerk lag bei der Konzeption der Wohnungen auf einer hohen Gebrauchstauglichkeit im Alltag sowie hoher Variabilität der Grundrisse im täglichen Leben (Stichwort Homeoffice, Eignung für Alleinerzieher:innen) und im Verlauf des Lebenszyklus‘ insgesamt. Alle Wohnungen verfügen über private Freiräume in Form von Loggien oder Balkonen. Durch die „zerklüftete“ Baukörperausbildung sind viele Wohnungen über Eck orientiert. Verschiedene Fensterorientierungen schaffen Perspektivvielfalt auch aus den eigenen vier Wänden.

Lage im Ort

Erdgeschoss

Axonometrie

1. Obergeschoss

6. Obergeschoss

2. Obergeschoss

Gang

Wohnraum